Institut für Kultur Semiotik

Zeitschrift für Semiotik

Redaktionskonferenz der Zeitschrift für Semiotik:

PD Dr. Stephan Debus, Prof.  Dr. Pfefferer-Wolf, Prof. Dr. Roland Posner, Doris Schöps, Christian Trautsch

Herausgeberkonzept und redaktioneller Diskursrahmen der Zeitschrift für Semiotik

Stephan Debus, Roland Posner

Mit Unterstützung des Beirates der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) auf seiner Sitzung während des XIII. Internationalen Semiotik-Kongresses in Potsdam hat sich am 3. Dezember die Redaktionskonferenz der Zeitschrift für Semiotik (ZS) neu konstituiert. Mit diesem Beitrag „In eigener Sache“ möchten die Herausgeber die Leserschaft der Zeitschrift über die neuen Redaktionsstatuten informieren. Gleichzeitig laden die Herausgeber interessierte Semiotiker ein, sich für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Redaktion der Zeitschrift zu bewerben und den Fortbestand der Zeitschrift mit zu gestalten. Die Statuten betreffen die folgenden Bereiche: 1. Redaktion und Redaktionskonferenzen, 2. Herausgeberschaft, 3. Leserbeteiligung, 4. inhaltliche Schwerpunktsetzungen, 5. Digitalisierung/Layout und 6. Rolle des Instituts für Kultursemiotik.

1. Redaktion und Redaktionskonferenzen

1.1. Übersicht

Auf die zukünftigen Herausforderungen an die Zeitschrift für Semiotik (ZS) wollen die Herausgeber mit einem veränderten Konzept reagieren. Den organisatorischen Kern des veränderten Herausgeberkonzeptes bildet eine eigenständige Redaktionskonferenz. Der Aufgabenkatalog der Redaktion beinhaltet: Heftplanung, Themenfestlegung, Autorensuche, Heftverantwortlichkeiten, Heftkritik, Integration eines Peer-Reviews, Entwicklung einer Strategie, die die zunehmende Digitalisierung des Büchermarktes berücksichtigt, Web-Auftritt, Kontakt mit der DGS zum Verlag und zu den Herausgebern.

1.2. Zusammensetzung

Die Redaktion setzt sich aus mindestens 5 höchstens 8 ehrenamtlich tätigen Redaktionsmitgliedern inklusive den beiden Herausgebern zusammen. Der DGS-Vorstand ist auf den Redaktionssitzungen herzlich willkommen.

Die Redaktion bietet Mitgliedern der DGS auf ihre Bewerbung hin die Mitarbeit in der Redaktion an – sofern verschiedene Kriterien erfüllt sind: Die Redaktionsmitglieder sollten publizistische Erfahrung (als Autor, Verleger, Herausgeber) einbringen und vorzugsweise Mitarbeiter einer Fachhochschule oder Hochschule sein, um damit die thematische Vielfalt und die inhaltliche Kompetenz der DGS zu repräsentieren. Redaktionsmitglieder werden nach einem Votum der Redaktionskonferenz durch die Herausgeber berufen.

Die Redaktion wird von einem Redaktionsleiter geleitet. Sie kann sich je nach Eignung und Interesse in Zuständigkeiten für verschiedene Rubriken oder Darstellungs- bzw. Textformen gliedern: z.B. für wissenschaftliche Texte, Kommentare, Veranstaltungskalender, Veranstaltungsberichte, semiotische Lehre, Heftkritik usw. Die Redaktion gibt sich eine Geschäftordnung. Der Redaktion ist eine Redaktionsassistenz beigeordnet, die die lektorische Arbeit, das Textmanagement und die Terminplanung übernimmt. 

1.3. Redaktionskonferenzen

Die Redaktionskonferenzen werden, je nach Heftanzahl, zwei- bis maximal viermal im Jahr zusammengerufen. Routinemäßiger Treffpunkt und Sitz der Redaktion ist das neugegründete „Institut für Kultursemiotik“ (IKS) bei Hannover. Hier lagern auch die Unterlagen und das Archiv der ZS.  Andere sinnvolle ergänzende Treffpunkte könnten sein: Die jeweiligen Tagungsorte der DGS, oder vor- bzw. nachgeschaltete Redaktionskonferenzen zu den Beiratssitzungen. Darüber hinaus erscheinen Telefonkonferenzen oder andere Kommunikationsformen via Internet sinnvoll. Dies sind auch geeignete Maßnahmen, um die Fahrkosten zu minimieren. Bis zur Gegenfinanzierung durch zusätzliche Einnahmen, werden die Fahrtkosten der Redaktionsmitglieder zum Institut für Kultursemiotik, nach Absprache und sofern sie nicht als Dienstreisekosten der eigenen Hochschule/Institution abgerechnet werden können, vom Institut für Kultursemiotik übernommen.  

1.4. Hinweise für Autoren

Die Redaktion erstellt überarbeitete und aktualisierte „Hinweise für die Autoren“, die die bisherigen „Hinweise“ ersetzen. Das Innenlayout des Heftes geht von dem bisher bewährten Konzept aus, das seinen Niederschlag auch in den „Hinweisen für die Autoren“ findet, kann aber in Zusammenarbeit mit dem Verlag und dem Web-Auftritt angepasst werden.

2. Herausgeberschaft

Die Herausgeber übertragen das bisherige operante redaktionelle Geschäft an die eigenverantwortliche Redaktion. Die Herausgeber vertreten das Image der Zeitschrift. Sie entwickeln die publizistischen Leitlinien für die Zeitschrift und zusammen mit der Redaktionsleitung überwachen sie die Einhaltung der Leitlinien. Die Herausgeber fungieren als Bindeglied zwischen Redaktion, Verlag und der DGS. Die Herausgeber üben in ihrer Rolle als Herausgeber keinen Einfluss auf die inhaltlich redaktionelle Arbeit aus. Sofern nicht ihre presserechtliche Verantwortung  berührt ist, verzichten die Herausgeber auf einen Zustimmungsvorbehalt gegenüber der Redaktion.

3. Leserbeteiligung

Die Leser der ZS und insbesondere die Mitglieder der DGS, ÖGS und SGKS/ASSC  sollen über die Redaktion mehr Einfluss auf die Arbeit und die Inhalte der Zeitschrift erhalten. Hier wird man erwägen müssen, wie eine solche Schnittstelle ausgestaltet werden kann. Den Herausgebern schwebt u.a. eine bisher nur in Umrissen bekannte systematische Form der inhaltlichen Heftkritik vor (nicht nur Leserbriefe). Diese Form der Heftkritik soll mit dazu beitragen, die Zeitschrift im wechselvollen Feld der Semiotik und Semiotiker aktuell und fachlich zu balancieren.

4. Inhaltliche Schwerpunktsetzung

Das inhaltliche Projekt der Zeitschrift für Semiotik wird das eigentlich Spannende an der Redaktionstätigkeit sein. Die ZS ist ein Forum für die Selbstverständigung aller zeichenbezogenen Wissenschaften. Die thematische Vielfalt der Semiotik soll über die Redaktionsmitglieder eingebracht und gewährleistet werden. Die Herausgeber werden sich aufbauend auf den bewährten theoretischen Ansätzen und klassischen Traditionen der Semiotik dafür einsetzen, dass die Semiotik auch als Disziplin wahrgenommen wird, die sich zu aktuellen Themen – bezogen auf Wissenschaft, Kultur und Politik – äußert und einmischt, z.B. durch dialogische Beiträge oder durch Manifeste, ähnlich derjenigen von führenden Neurowissenschaftlern zur Rolle der Neurowissenschaft, in der Zeitschrift Gehirn und Geist; oder z.B. durch eine fachlich qualifizierte Medienanalyse der Berichterstattung zur Atomkatastrophe in Fukushima oder durch kritische Beiträge zur Finanz- und Währungskrise u.v.a.m. Ferner wäre den Herausgebern daran gelegen, die Methodenkompetenz der Semiotik als angewandter Wissenschaft zur Lösung von Problemen in den Natur- und Kulturwissenschaften stärker herauszustellen. Ferner möchten die Herausgeber, dass mit weiteren Inhalten und Publikationsstilen experimentiert wird. Hier kann sich die Redaktion auch mit den Stilen der Fachzeitschriften anderer Disziplinen auseinandersetzen.

5. Reaktion auf die Digitalisierung des Buchmarktes, Layout, Web-Auftritt

Zu den Aufgaben der Redaktion zählt die Entwicklung einer inhaltlichen Strategie, mit der auf die Herausforderungen der Digitalisierung des Büchermarktes angemessen reagiert werden kann. Hier vollzieht sich ein dramatischer Wandel (siehe Frankfurter Buchmesse 2011). Darin eingeschlossen sind auch Fragen des Heft-Layouts und des Web-Auftritts, die einvernehmlich mit den Herausgebern und dem Verlag beantwortet werden sollen.

6. Institut für Kultursemiotik (IKS)

Das genannte Institut für Kultursemiotik ist eine privatrechtliche Einrichtung, die durch die Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) als Forschungsstelle für psychiatrische Methodik genutzt und mitfinanziert wird. Das Institut soll zu einem späteren Zeitpunkt in eine Stiftung umgewandelt werden. Am IKS arbeiten gegenwärtig drei Doktoranden – in den Bereichen Medizinsemiotik, Computerlinguistik, Videoanalyse –, eine freie Redaktionsassistentin und einer der beiden Herausgeber. Im Rahmen des Milieuforschungsprojektes „Simulation und Reduktion von Zwangsbehandlungen“ werden die Semiosen von psychiatrischen Teams mit dem Ziel untersucht, Beiträge zur Humanisierung der Akutpsychiatrie zu leisten (Stichwort: Soteria). Mit Sitz der Redaktionskonferenz im Institut für Kultursemiotik bietet dieses seine organisatorische Unterstützung für die Redaktionsarbeit an.

7. Bewerbung

Semiotiker mit Interesse an der Mitarbeit in der Redaktion der Zeitschrift der Semiotik bewerben sich bitte unter folgenden Angaben: Name, Position, Institution, Adresse, Interessenschwerpunkte, ausgewählte Publikationen der letzten fünf Jahre, E-Mail-Adresse, Telefon.

Kontakt:         zs.redaktion@x-kultursemiotik.de

PD Dr. Stephan Debus
Institut für KulturSemiotik
Pfingstanger 3
30974 Wennigsen